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Schweizer Unternehmen weniger attraktiv für chinesische Investoren

 

Die Zurückhaltung chinesischer Unternehmen bei Firmenübernahmen in der Schweiz und Europa hält an: Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden europaweit nur 81 Übernahmen und Unternehmensbeteiligungen gezählt – 27 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als noch 113 europäische Unternehmen einen chinesischen Besitzer bekamen. Das Transaktionsvolumen schrumpft kräftig von 387 Millionen US-Dollar auf 96 Millionen US-Dollar. In der Schweiz sinkt die Zahl Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr von 7 auf 3 Millionen.

 

Neue Spitzenreiter in Europa

Besonders stark sanken die Aktivitäten chinesischer Investoren in Deutschland: die Zahl der Zukäufe und Beteiligungen schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 25 auf 11, das Investitionsvolumen ging von 10,1 auf 0,5 Milliarden US-Dollar zurück. Neuer Spitzenreiter gemessen an der Zahl der Deals ist Grossbritannien, wo chinesische Investoren bei 17 Unternehmen zum Zug kamen. Gemessen am Investitionsvolumen im ersten Halbjahr 2019 übernimmt Schweden mit 1,11 Milliarden US-Dollar vor Deutschland mit 505 Millionen US-Dollar und Grossbritannien mit 424 Millionen US-Dollar die Tabellenspitze. Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, die M&A-Investitionen chinesischer Unternehmen in der Schweiz und Europa analysiert hat. Untersucht wurden Akquisitionen und Beteiligungen, die von Unternehmen mit Hauptsitz in China und Hongkong oder deren Tochterunternehmen ausgingen; die Zielunternehmen haben ihren Sitz in Europa und sind operativ tätig.

 

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