März 2021
Ein Anlass des Förderkreis 92 I Gedanken und Einschätzungen zu China – die Sicht von Dr. Uli Sigg

23.03.2021
11:30 - 12:30 Uhr
Virtuell
on invitation only

«Im Banne Chinas» ist Leitgedanke für das diesjährige Jahresprogramm und Thema für das Annual Meeting 2021. Es ist uns eine besondere Ehre, dass wir Dr. Uli Sigg als fundierten Asienkenner bei unserem ersten Webcast live aus China begrüssen dürfen.

Uli Sigg ist der Meinung, dass wir uns verbessern müssen, wenn wir gegen China bestehen wollen: «Wir dürfen uns nicht auf unseren ererbten Strukturen ausruhen. Die chinesische Kritik ist teilweise berechtigt. Wir müssen uns ändern, ohne unsere erstrittenen demokratischen und liberalen Grundwerte über Bord zu werfen. Wir müssen kompetitiver werden und rascher auf neue Umstände reagieren können.» (Interview Luzerner Zeitung vom 30.10.2019).

Was das im Konkreten bedeutet, wird Hans Hess, Präsident Förderkreis 92, zusammen mit Dr. Uli Sigg in einem persönlichen Gespräch erörtern. Uli Sigg teilt mit uns seine Ansichten rund um die zentralen Themen wie Politik und Wirtschaft und liefert sowohl hochaktuelle Einblicke aus China als auch vertiefte Überlegungen zur Lage.

Rückblick

Haben Sie die Live-Sendung mit Dr. Uli Sigg über den Umgang mit China verpasst? Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.

/ Rückblick

Zur Person

Uli Sigg studierte von 1968 bis 1972 an der Universität Zürich Rechtswissenschaft. Danach war er als Wirtschaftsjournalist in Asien tätig. 1977 übernahm er eine Stelle bei der Firma Schindler im luzernischen Ebikon. Mit einigen Managern reiste er nach China, um dort ein Joint Venture zu gründen und aufzubauen. 1980 entstand nach zähen Verhandlungen die CSE China Schindler Elevators Co. Es war das erste Joint Venture eines westlichen Industriekonzerns mit einem chinesischen Staatsbetrieb überhaupt. Zwei Aufzugsfabriken in Peking und Shanghai mit ein paar Tausend Beschäftigten wurden von Schindler übernommen. Sigg war bis Ende 1990 als Vizepräsident der CSE für die Schindler Gruppe tätig.

Der promovierte Jurist gilt als grosser Kenner Chinas, weil er einen grossen Teil seines Lebens in China verbracht hat. Sigg war auch Gründungspräsident der Wirtschaftskammer Schweiz–China.

Am 18. April 2007 wurde Sigg vom Schweizerischen Bundesrat zum Generalkommissär des Schweizer Pavillon Expo 2010 Shanghai an der Weltausstellung in Shanghai, der Expo 2010, ernannt. Sigg hat Einsitz in verschiedenen Verwaltungsräten, u. a. in den Firmen Vitra und Ringier; für Ringier war er bereits in den 1970er Jahren als Wirtschaftsjournalist tätig. Des Weiteren ist er Mitglied des Beirats der China Development Bank. Beim Bau des Nationalstadions Peking stand Sigg dem Architektenbüro Herzog & de Meuron beratend zur Seite. Sigg ist ebenfalls Mitglied des International Council of the Museum of Modern Art (MoMA) in New York und des International Advisory Council of Tate Gallery in London.